Torque Vectoring
Torque Vectoring variiert aktiv Antriebs- oder Bremsmoment zwischen Rädern oder Achsen, um Traktion, Stabilität und das Einlenkverhalten zu beeinflussen.
Mögliche Umsetzung
Der Begriff umfasst unterschiedliche Hardware. Ein Fahrzeug kann einzelne Motoren, ein elektronisch geregeltes Differential oder eine Kupplung, selektives Bremsen oder eine Kombination verwenden. Elektroautos mit mehreren Motoren können die Momentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse und mit geeigneten Antriebseinheiten auch zwischen links und rechts sehr schnell ändern.
Das Regelsystem verarbeitet Größen wie Lenkwinkel, Fahrpedalstellung, Raddrehzahlen, Gierrate und verfügbaren Grip. Ziel können Stabilität, Agilität, Traktion, Effizienz oder eine vom Fahrmodus gewählte Abstimmung sein.
Nicht jedes allradgetriebene Elektroauto bietet echte Regelung des Antriebsmoments zwischen links und rechts, und ein Bremseingriff entspricht nicht unabhängig angetriebenen Rädern. Marketingnamen sollten daher mit dem tatsächlichen Antriebsstrang abgeglichen werden. Siehe Multi-Motor EV Architectures zu Motoranordnungen, Achsregelung, Trennsystemen und Momentverteilung auf Radebene.